Herbstausflug 2016

Auf dem Herbstprogramm der 48er stand ein Besuch der Blindenhundeschule Allschwil. 31 der insgesamt 33 Angemeldeten nahmen die Fahrt mit ihrem Chauffeur Markus unter die Räder des STI-Cars. Zügig erreichten sie Pratteln, wo die 32. Teilnehmerin zustieg. Der 33. Angemeldete hatte den Ausflug bedauerlicherweise schlichtweg vergessen. In Pratteln lachte bereits die Sonne. Auf dem Weg zum ersten Etappenziel, dem Restaurant Jägerstübli, säumten diverse Baustellen die Strasse, was eine leichte Verspätung nach sich zog.

Mit rund 10-minütiger Verspätung erreichten die Jahrgänger das im Zentrum von Allschwil liegende rustikale Restaurant. Der Car konnte direkt vor dem Lokal auf einem allerdings etwas zu klein bemessenen reservierten Parkfeld abgestellt werden. Im Gärtli genossen die 48er bei Sonnenschein zunächst ein Apéro und im Anschluss wurde ihnen im Lokal das vorbestellte Mittagessen serviert. Dieses schmeckte hervorragend.

Gesättigt verliess die Gesellschaft kurz vor halb zwei Uhr das Jägerstübli mit Ziel Blindenhundeschule. Dort wartete bereits der Emmentaler Ronny Ramseier mit seinem Blindenführerhund auf die Gruppe und führte sie in einen Vorführraum. Erstaunlicherweise traf man beim Betreten der Gebäude als Erstes auf eine Katze. Ein Film zeigte den Besuchern die vielfältigen Aufgaben der hier ausgebildeten Labrador-Hunde auf. Die Hunde kommen 6 Wochen nach der Geburt für ein Jahr zu einer von der Schule ausgesuchten Pflegefamilie. Danach kehren sie wieder ins Heim zurück. Es folgt die intensive Ausbildung zur je nach Charakter/Eignung vorgesehenen Aufgabe. Die Hunde werden mehrheitlich, jedoch nicht ausschliesslich zu Blindenführerhunden ausgebildet. Mehr als 160 Blindenführhunde sind zur Zeit bei Führhundehaltern im Einsatz, 10 Assistenzhunde begleiten ihre Halter im Rollstuhl und 10 Autismusbegleithunde helfen Familien von Kindern mit Autismus. Dazu kommen über 280 Sozialhunde-Teams, die regelmässig ehrenamtlich im Einsatz in Schulen, Heimen, Spitälern, Sonderschulen, Behinderteneinrichtungen, etc. zu Gast sind. Einige Hunde werden auch an die Polizei und/oder den Zoll abgetreten und dort weiter ausgebildet (Drogenspürhunde etc.). Mit Ausnahme derselben bleiben die Hunde bis zu ihrem Lebensende im Besitz der Blindenhundeschule, auch die rund 10 %, die sich für die Ausbildung nicht eignen und bei der Pflegefamilie verbleiben, oder anderswo platziert werden. Die Kosten für einen fertig ausgebildeten Hund werden mit ca. CHF 60'000.00 beziffert. All diese Informationen erfuhren die 48er von den beiden Führern Giuseppina Barone und Ronny Ramseier, die übrigens selber sehbehindert sind. Im Rahmen der Führung durch die modern und zweckmässig eingerichtete Institution durften die sich in Ausbildung befindlichen Hunde beim Spiel beobachtet und gestreichelt werden. Tief beeindruckt verabschiedeten sich die Jahrgänger von ihren beiden Führern und der Schule und traten die Heimreise an.

Beim Zwischenhalt in Pratteln traf man auf einen defekten Car. Unser Chauffeur zeigte Herz und anerbot 19 Insassen des Pannenfahrzeugs die Weiterreise mit uns, was äusserst dankbar angenommen wurde. Ihr Ziel war Egerkinden. Nach einer recht mühsamen Staufahrt konnten die Gäste an ihrem Zielortden Car wohlbehalten und dankbar verlassen. Auf die Spiezer wartete eine erneut mühsame Staufahrt, deren Ursache unerklärlich ist. Sie trafen schlussendlich rund eine Stunde später als vorgesehen am Ausgansort ein.

Zurück bleibt die Erinnerung an einen äusserst interessanten und erlebnisreichen Ausflug. Herzlichen Dank den beiden Initianten Lotti und Werner Jaggi. 

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